Konzept

Das Konzept sieht, basierend auf der Idee von SSI (Self-Sovereign-Identity), eine selbstbestimmte Verwaltung der identitätsbezogenen Daten durch jede Bürgerin und jeden Bürger vor. Alle Daten sind ausschließlich im Wallet der Bürger*innen gespeichert und werden von dort anderen zur Verfügung gestellt und ggf. wieder entzogen.

Die Identität der Bürger*innen basieren auf der ID Austria, soweit diese verfügbar ist.

Identitätsbezogene Daten werden von unterschiedlichen Quellen ausgestellt. Einige werden durch den Staat bzw. Behörden bestätigt (Name, Adresse, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit, etc.), andere durch Unternehmen und Interessensverbänden (Kontodaten, Versicherungen, Einkommen, Qualifikationen/Ausbildungen, [Zeichnungs-]Berechtigungen, Besitz von Dingen [IoT-Devices] und Gütern, Mitgliedschaften, Tickets, dezentrale Energieerzeuger, u.v.m.). Die digitalen Nachweise werden von den ausstellenden Institutionen bestätigt und lassen sich dadurch rechtssicher im Alltag einsetzen.

Das Wallet ist für die Wirtschaft auch nutzbar, wenn keine staatliche Bestätigung der zugrundeliegenden Identität vorliegt (z.B. Einkauf in einem Webshop). Dadurch besteht auch eine Nutzbarkeit für z.B. nicht-österreichische Staatsbürger/Kunden/User.

Der Betrieb des Netzwerks wird nicht gewinnorientiert (non-profit) erfolgen und die Verwendung identitätsbezogener Datensätze soll bestmöglich Rechtsverbindlichkeit gewährleisten.

Die Anforderungen des Staates und der Wirtschaft werden gleichermaßen berücksichtigt, sowohl in der Ausgestaltung der Lösung als auch in der laufenden Governance. Wir orientieren uns an internationalen Standards wie W3C, DIF, ToIP u.a. und möchten eine Interoperabilität mit allen anderen Netzwerken der Mitgliedsstaaten sicherstellen.